Orgelsommer

Den überregional bekannten Vareler Orgelsommer gibt es seit über 30 Jahren, genauer seit 1978. Landeskirchenmusikdirektor i.R. Hans-Reinhard Aukschun, von 1966 - 2002  Kantor an der Schlosskirche, schuf diese Orgelkonzertreihe anlässlich der Einweihung der damals für die Schlosskirche Varel neu erbauten Schuke-Orgel.


Seine Nachfolger im Amt, das Kantoren-Ehepaar Dorothee Bauer und Thomas Meyer-Bauer führen die erfolgreiche Konzertreihe seit 2003 bis heute fort.
Das musikalische Konzept sieht vor, dass gleichermaßen - z.T. auch international- bekannte Organisten sowie Musiker, die erst am Beginn ihrer beruflichen Karriere stehen, durch Darbietung verschiedenster Orgelwerke die gesamte Bandbreite der Spielmöglichkeiten der Schuke-Orgel vorführen. Bekannte und beliebte Komponisten wechseln sich mit z.T. unbekannteren oder auch moderneren Kompositionen ab, so dass auch Einblicke in eine kontemporäre, teilweise nicht gleich zugängliche Musik ermöglicht werden.
Die Einführung in das Orgelwerk und seinen zeitlichen Rahmen, in die vitae der Künstler und ganz sicher die hohe Klasse des Orgelspiels, machen den Orgelsommer zu einer weithin bekannten und erfolgreichen Konzertreihe mit jährlich „Lust auf mehr“.

 

Der 33. Internationale Orgelsommer in der Schlosskirche zu Varel präsentierte sich in der Zeit vom 26.6. bis zum 11.9. 2011 in fortentwickelter Gestalt. Von der Eröffnung mit vier Konzerten für Orgel und Orchester von G.F. Händel bis zum Abschlusskonzert, in dessen Rahmen Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ erklang, erwartete die Musikfreunde ein vielgestaltiges Programm, das der Veranstaltungsreihe den Charakter eines sommerlichen Festivals verlieh.

Der 33. Internationale Orgelsommer

in der Schlosskirche zu Varel wurde auf der Internationalen Tourismusbörse 2011 in Berlin durch den Flyer „Erlebnis Orgel 2011“ (Herausgeber: Musikland Niedersachsen) prominent beworben und konnte so schon im Vorfeld dazu beitragen, die „Stadt zwischen Wald und Meer“ als kulturell interessanten Ort zu präsentieren.


Neben reinen Orgelkonzerten mit hochkarätigen Künstlern wie Andreas Sieling (Berliner Dom), Florian Wilckes (Hedwigs – Kathedrale Berlin) und Jonathan Ryan, preisgekrönter Orgelvirtuose aus den Vereinigten Staaten, stand ein Konzert für Orgel und Sopran auf dem Programm, das dem bedeutenden zeitgenössischen Komponisten Claude Lefebvre gewidmet ist.

Claude Lefebvre lebt in Metz, hat aber durch seine aus Varel stammende Frau Ingeborg seit vielen Jahren einen Bezug zur Stadt am Jadebusen. 1978 widmete er dem Ort sein wichtiges Orgelwerk „Ramifications“. Claude Lefebvre feiert im laufenden Jahr seinen 80. Geburtstag und war am 17.7. zugegen. Neben dem Organisten Matthias Geuting konnte die renommierte Sopranistin Sigune von Osten verpflichtet werden.


Die Orgellandschaft Oldenburg, Heimat Arp Schnitgers, entwickelt sich zurzeit mit einer großen Dynamik. Auf der Grundlage einer jahrhundertealten reichen Tradition, entfaltet sich bis heute eine vielfältige Orgelkunst als Kulturprofil des nördlichen Niedersachsens. Mit Blick auf die historischen Wurzeln fand im Rahmen des 33. Internationalen Orgelsommers am 3. Juli eine Busfahrt zu den Schnitgerorgeln in Dedesdorf, Cappel und Stade statt.


Pünktlich zur Eröffnung des 33. Internationalen Orgelsommers in der Schlosskirche zu Varel lag die Oldenburg CD der Reihe „Orgellandschaften“ vor, herausgegeben von NOMINE, einer Initiative der Landschaften Oldenburg, Stade, Ostfriesland und Lüneburg. Die CD, auf der u.a. auch die Vareler Orgel erklingt, ist zum Preis von 9,80 EUR zu erwerben.

Der 33. Internationaler Orgelsommer in der Schlosskirche zu Varel wurde gefördert durch die Gertrud und Hellmut Barthel Stiftung, die EWE AG, den Kulturkreis Wilhelmshaven/Friesland, der Raiffeisen – Volksbank eG, der Stadt Varel und den Ev.-Luth. Oberkirchenrat in Oldenburg.

 

 

 

 

Musik aus Varel (mp3)

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