Schlosskirche

Westwerk der Schlosskirche

Die Schlosskirche ist ein Bau- und Kulturdenkmal von besonderem Rang. Sie wurde um 1150 an der höchsten Stelle der Stadt Varel anstelle eines kleinen Holzbaus aus Naturstein errichtet. Nach 1650 wurde sie Teil einer durch die Vareler Grafen erbauten Schlossanlage. Die gräfliche Familie nutzte eine eigene Kapelle im Schlossgebäude, besaß aber auch ein Gestühl und eine Begräbnisgruft in der Kirche. Die Schlossgebäude wurden um 1870 nach einem ausgedehnten Brand abgebrochen.

 

Die Kirche stand den Einwohnern des Ortes immer als Gemeindekirche zur Verfügung. Sie war ursprünglich wahrscheinlich dem Apostel Petrus geweiht. Ältester Teil der Schlosskirche ist das im 12. Jahrhundert aus unregelmäßig behauenen Findlingen errichtete Längsschiff, entsprechend einem in Norddeutschland häufig zu findenden Rechteck-Kirchenbau.

 

Der breite, gedrungen wirkende Turmbau wurde später in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als romanisches Westwerk mit einer Doppelturmanlage ergänzt. Nach Zerstörungen der oberen Turmteile sind diese nicht wieder aufgebaut worden, sondern die verbliebenen Rümpfe wurden erst im 18. Jahrhundert zu der heutigen Form unter einem Dach zusammengefasst. Im Inneren und von Osten kann man noch die beiden Turmstümpfe erkennen, in denen die fünf Kirchenglocken läuten. Der Unterbau der Turmanlage besteht aus der Eingangshalle (mit den beiden einzigen farbigen, modern gestalteten Glasfenstern) und der darüber liegenden Turmloge. 

Die charakteristische Kreuzform erhielt die Schlosskirche letztendlich im 15. Jahrhundert durch Ergänzung eines Querschiffs und eines Chores im Osten. Alle Bauphasen sind heute sowohl außen an dem Kirchenbau wie auch in seinem Inneren sehr gut nachzuvollziehen.

 

Das Anfang des 17. Jahrhunderts über Varel herrschende Grafenhaus bekannte sich früh zur protestantischen Lehre. Zu ihren Ehren ließ Graf Anton II von Delmenhorst in den Jahren 1613 bis 1618 den Bildhauer Ludwig Münstermann aus Hamburg eine neue Ausstattung im Stil des Norddeutschen Manierismus fertigen: das berühmte aus Eiche geschnitzte Altarretabel, die Predigtkanzel und den Taufstein mit Deckel.

 

Seit 1992 wurden Baukörper und Innenausstattung schrittweise restauriert. Dabei konnten für die Denkmalpflege viele wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg, das Land Niedersachsen, die Bürger Varels und viele regionale Institutionen haben durch die Finanzierung maßgeblich dazu beigetragen, dass die Schlosskirche in Varel wieder als eines der bedeutendsten Bau- und Kulturdenkmale der Region genutzt und erlebt werden kann.

 

Die Kirche ist verlässlich geöffnet:

 

1. April - 31. Oktober
dienstags bis sonntags:

11.00 h bis 16.00 h

 

1. November - 31. März
dienstags bis freitags: 

11.00 h bis 16.00 h 

 

Führungen

Uhrwerk

Beim "Tag des Offenen Denkmals" 2009 wurden Turmbesteigungen mit Erläuterung des Uhrwerkes angeboten, die insgesamt auf eine rege Nachfrage stießen. Weiterhin fand die Führung "Kirche im Dunkeln", die erstmalig im März 2010 durchgeführt wurde, großen Anklang. Es ist geplant, diese Führungen in regelmäßigen Abständen anzubieten. Die Eintrittsgelder werden zugunsten des Erhaltes der Schlosskirche genutzt.

 

Video von der Turmbesteigung:
http://www.youtube.com/watch?v=bbedzVZh2Rk

 

Spenden

Die Kosten für den Erhalt der Schlosskirche Varel sind leider nicht unerheblich. Da die Kirchengemeinde Varel diese nicht alleine tragen kann, gründeten Bürger Varels 1985 einen Förderkreis. Neben der Barthel-Stiftung übernahm dieser gemeinnützige Verein in den letzten Jahren viele Kosten für notwendige Sanierungsarbeiten.


Sie können uns u.a. durch den Kauf unserer Publikationen, die im nördlichen Seitenschiff unter der Orgelempore ausgestellt sind, bei diesen Bemühungen unterstützen.

 

Als direkte Spendemöglichkeit steht Ihnen folgende Bankverbindung zur Verfügung. Jeder Betrag kann helfen!

 

 

LzO Varel

BLZ 280 501 00

KTO 52 430 303

Stichwort: "Schlosskirche"

 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung! 

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Offene Schlosskirche

1.11. – 31.3.
dienstags – freitags

11.00 Uhr – 16.00 Uhr

1.4. – 31.10.
dienstags bis sonntags
11.00 Uhr – 16.00 Uhr

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