Literarisches zur Taufe

Von Helga Duffek-Kopper

Zusammengestellt von Christiane Boos

 

 

Ein Mädchen wird getauft (ein größeres)

 

Die Taufe – die ist meist ein Fest,

das nicht nur Mütter heftig stresst.

Auch Groß- und Uromas und Tante,

dazu die männlichen Verwandten

sind aufgeregt und sehr gerührt –

was dir, als Hauptperson, gebührt.

Zur Taufe gehst du schon allein

Und trittst in die Gemeinde ein.

Ich schenke dir nicht Ring noch Rosen.

Viel praktischer sind coole Hosen!

Schon seh ich dich mit dem Cousin

Hand in Hand durch grüne Wiesen gehen,

ganz selbstbewusst, mit festem Schritt.

Nimm uns in deine Zukunft mit.

 

 

Ein Knabe wird getauft    

 

Die Taufe – die ist meist ein Fest,

das die Familie reichlich stresst.

Noch geht dich der Familienclan

Bei diesem Fest recht wenig an.

Noch schläfst du ziemlich ungerührt,

weil ein Mann meist keine Rührung spürt.

Ein Mann trägt weder Samt noch Spitzen,

er braucht etwas, um drauf zu sitzen,

was Deftiges – sei’s Leder, Loden,

kurz: einen starken Hosenboden.

In der Familie, kleiner Mann,

hast du schon jetzt die Hosen an.

Drum wünsch ich dir zu deinem Fest:

Bleib cool – und weiter ungestresst!

 

 

Taufgedicht    

 

Ja – FLORIANA heißt man heute wieder.

Du kommst als Blumenkind in diese laute Welt.

Dein Name klingt wie Veilchen oder Flieder,

klingt wie ein Blumenstrauß, der bei Fleurop bestellt.

 

Du solltest eigentlich nur lange, weite Kleider tragen,

und bunte Kränze in dem off’nen Flatterhaar,

mit einem zarten Netz nach Schmetterlingen jagen

und Ringelreihen tanzen in der Mädchenschar.

 

Du solltest barfuß über grüne Wiesen schweben,

die Schwäne füttern an dem dunklen Lotusteich,

bei Elfen, Meerjungfrau’n und guten Feen leben,

bei Prinzen und bei zahmen Reh’n im Zauberreich.

 

Natürlich solltest du mit gold’nen Löffeln essen,

dein Spielzeug samt dem Ball wär’ ganz aus Gold.

Mit diesem Namen, Floriana, ist die Zeit vergessen,

die uns mit ihrer Hektik, ihrer Kälte eingeholt.

 

Wenn Wünschen hilft wie zu Dornröschens Zeiten,

dann macht die gute Fee für dich ihr Füllhorn auf.

Dann sollen unsre Segenswünsche dich begleiten!

Ich lege ebenfalls eine Gute-Wünsche-Päckchen drauf:

 

Ich wünsch’ dir Tausende von hellen Sommertagen

Mit weißen Schäfchenwolken, stillem Blumenduft.

Auch laue Regentage solltest du ertragen

Und atmen mögest du nur saub’re, reine Luft.

 

Ich wünsch’ dir rauschende, gesunde Wälder,

mit Früchten, Beeren, Pilzen – essbar und gesund.

Ich wünsch’ dir braune Äcker, gelbe Ährenfelder,

und weite Wiesen – grün und sommerbunt.

 

Ich wünsche dir und uns vor allem Frieden.

Ich wünsch’ dir jeden Winter weichen, weißen Schnee,

dass dir recht lang ein gutes Elternhaus beschieden,

und schöne Ferien auf Almen und am See.

 

Ich wünsch’ dir also lauter unmoderne Sachen.

Ganz viele schöne Feste mögest du begeh’n!

Und außerdem wünsch’ ich dir Menschen, die gern lachen,

und die dir helfen, dieses Leben durchzusteh’n.

 

Ich wünsche dir, mein Kind, auf allen Wegen,

ob sie nun steinig sind, ob krumm, ob grad,

von ganzem Herzen Gottes reichen Segen.

Gott schütze dich –der dich von je gerufen hat!

 

 

Zur Geburt und Taufe    

 

Mein liebes Kind: Die Eltern haben es gewagt,

sie haben dich in eine Welt hineingeboren,

von der ein großer Teil der Menschheit sagt:

„Wo ist die Zukunft? Unsre Welt geht bald verloren.“

 

Sagt ihr es auch? Solang es Hoffnung gibt

und Freundschaft, Treue, Liebe zu dem Schönen,

und Menschen und Geschöpfe, die man liebt,

so will ich mich mit dieser Welt versöhnen.

 

Ich wünsche dir: Wenn heut’, an diesem Tag,

du nun getauft auf unsres Gottes Namen,

so fürchte nie und nimmer, was da kommen mag.

Du wirst geliebt von IHM und allen, die heut’ kamen.

 

Geschenke, Gaben, Blumen gibt’s zuhauf,

zum Zeichen, dass in Liebe viele an dich denken.

Auch ich leg’ eine winzig-kleine Gabe drauf:

Wenn ich dich seh’ will ich dir stets ein Lächeln schenken!

 

Wir danken Helga Duffek-Kopper und dem Verlag Johannes Heyn für die Möglichkeit der Veröffentlichung.

 

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