Allee der alten Grabsteine
Als Mitte des 19. Jahrhunderts, unter anderem aus Platzmangel, Beerdigungen auf dem Friedhof südlich der Schloßstraße nicht mehr möglich waren, entschloss man sich, einen neuen, größeren Friedhof ‚vor den Toren der Stadt‘, nämlich an der Oldenburger Straße, zu errichten. Man entschied, eine größere Anzahl von bedeutsamen Grabmälern mit an die Oldenburger Straße zu nehmen und entlang einer der Hauptachsen aufzustellen. Wenn wir an dieser ‚Allee der alten Steine‘ entlang gehen, wird dem aufmerksamen Betrachter bewusst, dass Friedhöfe, und die darauf befindlichen Grabmale, Zeugnisse des jeweiligen Zeitgeistes sind. Insofern sollte man “Grabstätten als Spiegel der Gesellschaft, in der sie entstanden sind, sehen.“
Quellenangabe:
Dissertation: Grabmäler des 19. Jahrhunderts im Rheinland zwischen Identität, Anpassung und Individualität; Ulrike Evangelia Meyer -Woeller, Universität Bonn 1999, Vorwort
